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Keine Aufwandseinlage bei Betrieb einer Photovoltaikanlage

Erneuerbare Energien Steuerrecht News am 25.07.2012:

Wird ein Objekt ohne Überschusserzielungsabsicht vermietet, ist es steuerlich unbeachtlich. Aus diesem Grund können die Aufwendungen für dessen Einrichtung und Unterhaltung nicht als Aufwandseinlage im Rahmen des Gewerbebetriebes einer auf dem Dach des Objektes montierten Photovoltaikanlage berücksichtigt werden: Finanzgericht Köln, Az.: 10-K-3587/11, Urteil vom 16.05.2012


Bei der Vermietung mehrerer Objekten muss im Einzelfall geprüft werden, ob ein Überschusserzielungsabsicht besteht (§ 21 EStG). Dabei ist es nicht relevant, ob die Tätigkeiten selbständige Teilbetriebe sind; ausreichend ist, wenn die Tätigkeiten voneinander getrennt werden können. Im vorliegenden Fall handelt es sich um die Vermietung von zwei Hallen, auf denen eine Photovoltaikanlage montiert worden ist. Die Hallenvermietung wird als steuerlich unbeachtliche Tätigkeit betrachtet, da es nach Überschusserzielungsabsicht fehlt, wobei das Betreiben von der Photovoltaikanlage steuerlich relevant ist. Auf Grund der Liebhaberei (Vermietung eines Objektes ohne Überschusserzielungsabsicht) dürfen die Aufwendungen für die Hallen nicht dem Gewerbebetrieb zugeordnet werden, und somit können die Einkünfte aus Gewerbebetrieb nicht gemindert werden.
 


FG Köln v. 16.05.2012 PDF: FG Köln v. 16.05.2012